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Mundschutz

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein zentrales Thema für alle Betriebe. Durch die Coronapandemie müssen die Betriebe viele Vorkehrungen treffen und ihre Gefährdungsanalyse ergänzen.

Die Hygienemaßnahmen, die durch die Coronapandemie erforderlichen sind, ergeben sich – wie alle Maßnahmen zum Schutz von Personen –  aus der Gefährdungsanalyse des Unternehmes. Diese ist aktuell von allen Unternehmen um die Gefährdung „Ansteckung durch den Erreger der Lungenkrankheit SARS-CoV-2“ zu ergänzen. Dabei müssen Personalvertretung und Betriebsarzt mit eingebunden werden.

Sollte es im Unternehmen noch keine Gefährdungsanalyse geben, so ist die Pandemie ein guter Anlass sie zu erstellen. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Fehlt sie ganz oder ist erkennbar ungeeignet, kann dies im Schadenfall erhebliche finanziellen und/oder rechtlich Konsequenzen auslösen.

Das Bundesarbeitsministerium hat hierzu die allgemeinen „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ veröffentlicht.

Arbeitsschutzverordnung nun mit Testangebotspflicht

Neu:

Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmern einen Coronatest einmal wöchentlich anbieten. Das Bundeskabinett hat eine Änderung und Verlängerung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung beschlossen, die die Testpflicht beinhalten.

Alle Informationen zur Testpflicht

Maßnahmen zur Kontaktreduzierung im Betrieb:

  1. Arbeitgeber haben ihren Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen (Homeoffice).
  2. Betriebsbedingte Zusammenkünfte mehrerer Personen sind auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren.
  3. Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen.
  4. In Betrieben ab 10 Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden.

Verpflichtung zur Verfügungstellung medizinischer Masken:

Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen. Es wird spezifiziert, dass es sich hierbei um medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nase-Schutz), FFP2-Masken oder um in der Anlage zur Verordnung näher bezeichnete vergleichbare Atemschutzmasken handeln kann.

Arbeitsschutzregel

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel wurde aktualisiert und veröffentlicht (Stand: 12. Mai 2021).

Mit der Aktualisierung wurde

  • die Verwendung von medizinischem Mund-Nase-Schutz (statt wie bisher Mund-Nase-Bedeckung) aus der Corona-Arbeitsschutzverordnung in die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel übernommen.
  • „Kurzzeitkontakte“ wurden als „die Summe aller entsprechenden Personenkontakte (…), die über den gesamten Tag 10 Minuten
    nicht übersteigt“ (z. B. kurze Begegnungen auf dem Flur), konkretisiert.
  • Bei der Verwendung von Warmlufttrocknern wurde eine Erleichterung erzielt.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Hinweis

Wie möchten darauf hinweisen, dass neben der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel befristet bis zum 30. Juni 2021 die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung weiter gilt.

Berufsgenossenschaften

Schrittweise erstellen die Berufsgenossenschaften branchenspezifische Ergänzungen dieses Standards. Diese sind zwingend entsprechend der Gefährdungsanalyse im Unternehmen umzusetzen. Da die Entwicklung sehr dynamisch ist, können sich auch diese Unterlagen ändern. Deshalb sollte man öfter den aktuellen Stand prüfen. Am besten geschieht dies direkt mit den Informationen der für das Unternehmen zuständigen Berufsgenossenschaft. Hier gibt es auch kompetente Beratung.

Schutzmaßnahmen für Handwerker im Kundendienst

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Hinweise zum sicheren Umgang im Kundendienst:

  • Vor Antritt des Termins: Befindet sich am Arbeitsort eine Person in angeordneter häuslicher Isolierung? Ein Arbeitseinsatz ist dann nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt und in begründeten Notfällen unter den vom Gesundheitsamt angeordneten Auflagen vertretbar.
  • Beschäftigte, die Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit fernbleiben.
  • Unterweisung zu grundlegenden Hygieneregeln (Abstand halten, Begrüßung ohne Handschlag, Husten/Niesen in die Armbeuge, regelmäßige Händereinigung, Berühren des Gesichts vermeiden etc.)
  • Für den Weg zum Kunden vorzugsweise Individualverkehr nutzen, wenn möglich Einzelfahrten. Bei Sammelfahrten mit Firmenfahrzeugen sollte die Anzahl der Personen im Fahrzeug möglichst durch parallele Nutzung von Privatfahrzeugen reduziert werden.
  • Direkte Kundenkontakte auf ein Mindestmaß reduzieren, dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Auf eine Gegenzeichnung von Dokumenten durch den Auftraggeber sollte verzichtet werden.
  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten vermeiden, auch hier möglichst Abstand voneinander halten (mindestens 1,5 Meter).
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien oder versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Arbeitsbereiche regelmäßig lüften.
  • Die gründliche Reinigung der Hände (mindestens 20 Sekunden) ist vor der Nahrungsaufnahme und nach dem Toilettengang zwingend und sollte auch vor dem Verlassen des Arbeitsortes nach Beendigung der Arbeiten vorgenommen werden.
  • Auch wenn in den meisten Fällen Seife und Handtücher vor Ort vorhanden sind, kann das Mitführen von sauberen Papierhandtüchern und Seife sinnvoll sein. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.

Links & Downloads

Artikel

Arbeitschutzstandards für Friseure aktualisiert (Artikel vom 9. Februar 2021)
Schutzmaßnahmen bei Friseure angepasst (Artikel vom 30. Juni 2020)

Hinweise zu Schutzmaßnahmen

Hinweise der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV): Berufsbedingte Kontakte und Schutzmaßnahmen
Hinweise zur Verwendung von Masken (MNS, FFP-Masken sowie Mund-Nasen-Bedeckung)

RKI: Mögliche Maßnahmen zum Ressourcen-schonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken in Einrichtungen des Gesundheitswesens bei Lieferengpässen im Zusammenhang mit der neuartigen Coronavirus-Erkrankung COVID-19

Der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat Anwendungsfragen des Infektionsschutzgesetzes und ihre Antworten zusammengestellt
Anwendungsfragen des Infektionsschutzgesetzes

Eine Checkliste zur Pandemieplanung bietet der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V.
Checkliste für Firmen im Rahmen der Pandemie-Planung

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat 10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung zusammengestellt.
Flyer: 10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung

Datenschutz Friseure

Muster Datenerhebung bei Friseuren
ZDH-Praxis Datenschutz Friseure



Aushang Allgemeine Schutzmaßnahmen

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat einen Aushang zu Allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen erstellt.

Plakate

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr gilt die Pflicht, einen Nasen-Mundschutz zu tragen. Um darauf hinzuweisen, können Sie ein Plakat im Stil der Handwerkskampagne verwenden.

Zum Schutz vor dem Coronvirus wird empfohlen, einen sichtbaren Abstand zu anderen Menschen zu halten. Diese Maßnahme dient dem Schutz aller Mitarbeiter und der Kundschaft gleichermaßen. In vielen Geschäften werden dazu bereits Aushänge oder auch Bodenaufkleber in Kassenbereichen eingesetzt.

Die Plakate können Sie über handelsübliche Drucker ausdrucken und aushängen.

Mundschutzpflicht
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