Sperrmaßnahmen der Stadt Halle: Theorielücken in der Ausbildung

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Geschlossene Schule
Geschlossene Schule. Foto: joshuatutu/pixabay

Auch hallesche Berufsschulen sind von den Schulschließungen, die seit heute gelten, betroffen. Dazu sagt Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle:

„Berufsschulen werden je nach Ausbildungsrichtung von Lernenden aus verschiedenen Landkreisen genutzt. Die für Halle verhängten Sperrmaßnahmen führen dazu, dass im Land ein Flickenteppich entsteht. In anderen Landkreisen, selbst bei ähnlichen Inzidenzwerten, arbeiten die Schulen mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen weiter.“

Zwar laufe die praktische Ausbildung in den heimischen Betrieben weiter, aber gerade im Theorieteil könnten Lücken entstehen. Distanzunterricht sei zwar in einigen Fächern möglich, aber eben nicht durchgängig umsetzbar, da oft neben dem „Anschauen“ auch das „Selbstmachen“ eine große Rolle spielt. „Leider hat der Katastrophenschutzstab mit den von ihm geforderten Sperrmaßnahmen verkannt, dass eine Ausbildung anderen Rahmenbedingungen unterliegt, als die allgemeinbildende Schule oder ein Studium“, so Keindorf.

Jens Schumann
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