Auszubildender und Ausbilder

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Um ausbildende Betriebe während der Coronakrise zu unterstützen, gibt es das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“.

Inforgrafik zur Ausbildungsprämie

Aktuelle Infografik zur Ausbildungsprämie (Stand: März 2021, Copyright: BMAS)

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ – Verdopplung der Prämien für ausbildende KMU

Bereits im August 2020 startete das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Seitdem fördert die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehme (KMU), die von der Coronakrise betroffen sind, beim Neuabschluss von Ausbildungsverträgen. Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sollen Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation unterstützt und dazu motiviert werden, ihr Ausbildungsplatzangebot aufrechtzuerhalten und jungen Menschen die Fortführung und den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen.

Die aktuell zweite Änderung der Förderrichtlinie gewährt den Unternehmen für ab dem 1. Juni 2021 beginnende Ausbildungsverträge nun eine verbesserte finanzielle Unterstützung, wenn die betriebliche Ausbildungsleistung aufrechterhalten oder sogar ausgeweitet wird. Außerdem wurden die Zugangsvoraussetzungen vereinfacht. Eine Pandemiebetroffenheit liegt vor, wenn für einen Zeitraum seit Januar 2020 (der vor Ausbildungsbeginn liegt) Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit gezahlt wurde oder der Umsatz seit April 2020 in mindestens einem Monat gegenüber dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 um 30 Prozent zurückgegangen ist.

Wichtig: Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum vom 01. Juni 2021 bis 15. Februar 2022 beginnen.

Für Kleinstunternehmen ist zudem ein Sonderzuschuss hinzugekommen.

Das Programm umfasst insgesamt fünf Förderbereiche, für die folgende Änderungen vorgesehen sind:

  • „Ausbildungsprämie“ in Höhe von 4.000 Euro (bisher 2.000 Euro) für jede neu begonnene Berufsausbildung bei Erhalt des Ausbildungsniveaus der vergangenen drei Jahre.
  • „Ausbildungsprämie plus“ in Höhe von 6.000 Euro (bisher 3.000 Euro) für jede zusätzliche neu beginnende Berufsausbildung bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren. Auch für Betriebe, die in diesem Jahr erstmals ausbilden.
  • „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“ zur Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung in Höhe von 75 Prozent der gezahlten Ausbildungsvergütung sowie 50 Prozent der Ausbildervergütung für jeweils bis zu zehn Azubis (max. 4.000 Euro).
  • „Übernahmeprämie“ in Höhe von 6.000 Euro (bisher 3.000 Euro) bei Übernahme von Auszubildenden aufgrund pandemiebedingter Insolvenz eines bisherigen Ausbildungsunternehmens oder damit verbundener Kündigung bzw. Auflösung des Ausbildungsverhältnisses.
  • „Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen“ bis vier Mitarbeitende in Höhe einer Einmalzahlung von 1.000 Euro pro Azubi, wenn aufgrund behördlicher Anordnung die Geschäftstätigkeit nicht oder nur in geringem Umfang durchgeführt, die Ausbildung jedoch an mindestens 30 Arbeitstagen fortgesetzt wurde.

Nadine Geigenmüller
Ausbildungsberaterin Telefon 0345 2999-211 oder 0173 8706929
ngeigenmueller@hwkhalle.de

Anträge für die Förderung können bei der zuständigen Arbeitsagentur gestellt werden.

Die aktualisierten Informationen und Antragsunterlagen stehen Ihnen ab Juni 2021 auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Den Arbeitgeberservice der Bundesagentur erreichen Sie unter 0800 4 555520 (gebührenfrei).

Links

Bescheinigungen und Antragsformulare auf der Website der Arbeitsagentur