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Auszubildender und Ausbilder

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Um ausbildende Betriebe während der Coronakrise zu unterstützen, hat die Bundesregierung zum Start des neuen Lehrjahres am 1. August Teile ihres Programmes „Ausbildungsplätze sichern“ auf den Weg gebracht.

Mit der ersten Förderrichtlinie das mit 500 Millionen Euro ausgestattete Programm „Ausbildungsplätze sichern“ liegen seit 31. Juli konkrete Punkte vor. Antragstellungen sind ab sofort möglich.

Welche Förderbereiche sind vorgesehen?

Es sind vier Förderbereiche für kleine und mittlere Unternehmen (max. 249 Mitarbeiter) vorgesehen:

  1. „Ausbildungsprämie“: in Höhe von 2.000 Euro für jede neu begonnene Berufsausbildung bei Erhalt des Ausbildungsniveaus der vergangenen drei Jahre.
  2. „Ausbildungsprämie plus“: in Höhe von 3.000 Euro für jede zusätzliche neu beginnende Berufsausbildung bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren.
  3. „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“ zur Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung in Höhe von 75 Prozent der gezahlten Ausbildungsvergütung. Betriebe, die Auszubildende und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schicken, können im Rahmen der neuen Richtlinie einen „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“ beantragen.
  4. „Übernahmeprämie“ in Höhe von 3.000 Euro bei Übernahme von Auszubildenden aus pandemiebedingter Insolvenz eines bisherigen Ausbildungsunternehmens.

Alle ausgefüllten Formulare und Unterlagen werden bei der Agentur für Arbeit eingereicht, die für die jeweilige Region zuständig ist, in dem der Betrieb ansässig ist. Die Entscheidung über eine  Förderbewilligung erfolgt im Rahmen der vorgesehenen Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs.

Wer kann die „Ausbildungsprämie“ erhalten?

Gefördert werden KMUs mit bis zu 249 Mitarbeitern (Stichtag 29. Februar 2020). Eine Ausbildungsprämie kann einem Ausbildungsbetrieb gewährt werden,

  • der durch die Coronakrise in erheblichem Umfang betroffen ist,
  • für ein oder mehrere Ausbildungsverhältnisse im Ausbildungsjahr 2020/21,
  • wenn er die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungsverträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre hält.

Aus den FAQs:

Wann ist ein KMU im Sinne dieser Förderung in erheblichem Umfang von der Coronkrise betroffen?
„Davon ist auszugehen, wenn ein KMU in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Bei KMU, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.“

Häufig gestellte Fragen

Der Bund hat zu wichtigen Fragen Antworten zusammengestellt:


Bescheinigungen und Antragsformulare

Die Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung, die ebenfalls Teil des Bundesprogramms zur Sicherung von Ausbildungsplätzen ist, wird demnächst in einer zweiten Förderrichtlinie umgesetzt.

Heiko Fengler
Gruppenleiter Ausbildungsberatung

Telefon 0345 2999 210
hfengler@hwkhalle.de

Nadine Geigenmüller
Ausbildungsberaterin

Telefon 0345 2999-211 oder 0173 8706929
ngeigenmueller@hwkhalle.de